Bausparen beliebt wie lange nicht
Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die die Welt in den Jahren 2008/2009 im Griff hatte, ist glücklicherweise weitestgehend ausgestanden. Die Wirtschaft erholt sich langsam, die Banken geben wieder leichtfertiger Kredite und die Industrie produziert auf Hochtouren.
Die Finanzkrise war jedoch auch Auslöser für ein Umdenken in weiten Teilen der Bevölkerung. Und so stehen heute wieder solide und sichere Anlageformen im Mittelpunkt, während riskante Anlagemöglichkeiten eher links liegen gelassen werden. Das zeigt sich nicht nur in der nach wie vor steigenden Nachfrage nach Gold und dem damit verbunden Höchststand des Goldpreises, sondern auch daran, dass die Anzahl der Sparkonten und Bausparer stetig ansteigt.
Anzahl der Bausparverträge steigt
So stieg alleine im Jahr 2010 die Anzahl der neuabgeschlossenen Bausparverträge im Vergleich zum Vorjahr um beinahe 15 Prozent an, Tendenz weiter steigend. Während kurz nach Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise die Anleger ihr Geld auch aus sicher geltenden Anlageformen wie eben dem Bausparer abzogen, war einige Monate später die Nachfrage nach soliden Anlagemöglichkeiten so groß wie lange nicht mehr. Dieser Trend hat sich bis heute gehalten und wird wohl auch Zukunft noch eine Weile anhalten.
Baukredite ebenfalls sehr gefragt
Auch die Nachfrage nach günstigen Krediten ist wieder stark im Steigen, Vergleichsportale wie etwa www.creditweb.de können sich zur Zeit vor Anfragen kaum retten. Besonders beliebt sind bei den Kunden nach wie vor unabhängige Anbieter, die Angebote der verschiedenen Kreditinstitute untereinander vergleichen und ihren Kunden unabhängig und ungebunden die besten und günstigsten Angebote raussuchen können. Die Kunden sind außerdem verstärkt auf der Suche nach Baukrediten, da ein eigenes Heim nach wie vor als sehr sichere Anlageform gilt. Dies erklärt wiederum den Trend zum Bausparen im letzten Jahr.
Immobilien als vertrauenswürdigste Anlageform
Das sich die Prioritäten der Bürger in den letzten Jahren deutlich verschoben haben, zeigt auch eine aktuelle Umfrage im Auftrag großer deutscher Banken. Der Umfrage zufolge vertrauen rund 55 Prozent der Deutschen den eigenen vier Wänden als Altersabsicherung, die staatliche Rente kommt trotz aller Kritik erstaunlicherweise noch auf den zweiten Platz, rund 52 Prozent empfinden diese als vertrauenswürdig und rechnen fest mit dem versprochenen Betrag bei Antritt des Rentenalters. Die in immer mehr Unternehmen zum Standard werdende, betrieblicher Altersvorsorge wird hingegen nur von 28 Prozent als zuverlässig eingestuft. Die Bürger trauen wohl allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor mehr auf das staatliche Pensionssystem als auf die betriebseigenen Rentensystemen. Der Trend zur sicheren Anlage und zur Nutzung des eigenen Hauses als Altersvorsorge wird wohl auch in den nächsten Jahren nicht abflauen, sondern wohl noch weiter ansteigen, die Deutschen setzen wieder vermehrt auf solide und greifbare Werte wie Immobilien anstatt den Verlockungen des schnellen Geldes zu erliegen.
Archiviert unter: Allgemein
eine Stellungnahme schreiben